Veganer zerstören den Regenwald?

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Viele Leute meinen immer, dass Veganer dem Klima schaden würden, da sie Soja-Produkte essen. Viele Fleischesser beziehen sich da auf diese These: „Für euer Tofu wurde Regenwald abgeholzt!“ oder „Veganer sind die wirklichen Klimasünder!“ Doch die Frage ist: Stimmt das oder sind die Fleischesser, die mit dem klimaschädlichsten Lifestyle?

Tofu wird ja bekanntlich aus Soja hergestellt und Soja wird mit riesigen Plantagen auf gerodetem Regenwaldboden angebaut. Somit geht einer unser wichtigsten Co2-Speicher nach und nach verloren. Jedoch wird das meiste Soja nicht für die Tofuproduktion genutzt, (sowie viele Leute glauben) sondern für Tierfutter. Aus Soja wird vorallendingen Kraftfutter für Rinder und andere Tiere hergestellt. Laut einer Studie für die US-Regierung werden rund 98% des ganzen Sojas als Tierfutter genutzt und nur 2% für Lebensmittel. Wer also damit argumentiert, dass Veganer dem Klima schaden liegt eindeutig falsch. Außerdem darf man nicht vergessen, dass die meisten Tofu-Produkte Bio sind und somit nicht auf ehemaligen Regenwaldboden angebaut wurden.

Ein Großteil des angebauten Sojas in Südamerika ist gentechnisch verändert, da es laut Großbauern mehr Erträge bringen würde. Viele Kleinbauern in Südamerika leiden unter dem Preisdruck von Soja, der durch Massenproduktion entstanden ist. Bei dem Anbau von Soja in einer Massenproduktion wird meistens mit Pestizide gespritzt, darunter leidet das Grundwasser und andere Gewässer. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass unter dem Anbau von Soja bei einer Massenproduktion vorallendingen auch die Artenvielfalt kaputt geht.

Hinzu kommt, dass man aus 1kg Sojabohnen 2kg Tofu machen kann. Und wenn man jedoch 1kg Sojabohnen als Kraftfutter in der Schweinemast einsetzt, bekommt man gerade mal 300 Gramm Schweinefleisch heraus.

Fazit: Alles zusammengefasst heißt, dass Veganer in einem deutlich geringerem Maße dem Klima schaden. Außerdem sind die meisten Tofuprodukte Bio und wurden nicht auf gerodetem Regenwaldboden angebaut. Ein Großteil des angebauten Sojas in Südamerika ist gentechnisch verändert und wird in der Fleischindustrie als Kraftfutter eingesetzt. Mit 98% siegen die Fleischesser, denn so viel % Soja wird für die Fleischindustrie genutzt. Gerade mal 2% des Sojas werden zu Lebensmitteln verarbeitet. Außerdem kann man aus der gleichen Menge Soja deutlich mehr Tofuprodukte herstellen als das man Fleisch, von Tieren, die mit diesem Soja gefüttert wurden, bekommt.

Quelle: http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-11/soja-bilanz